toleranz und strassenstaub
ich war allein
sie war einsam
zusammen: zu viel
ich war stolz
sie war froh
zusammen: verstört
ich hörte
sie bemerkte
zusammen: still
ich suchte
sie war froh
zusammen: angst
ich floh
sie widerstand
zusammen: nichts zu sagen
ich hörte auf
sie wollte nicht mehr
zusammen: liebe
sie verschwand
ich anonym
zusammen: zu lang
normal verschwiegen
zwing mich
verschling mich
zeig dich
lass die lungen brennen
verschweig fragen
jag lust
ich werde wieder normal
ich trinke qual
prostituiere dich für mich
damit ich mich spüre
du willst auch
bist nicht treu
bist scheu
komm zurück
versteh mich ein stück
ich verstehe nicht
warum sie alles anders sehen
erfahren
was ich suchte
langweilt
was ich fand
war gewollt
träume: leer
behalten: resignation
erfahrung
ist banale realität
lernen
ist enttäuschung
verlust
war rechtfertigung
fund
war passivität
gleichgültigkeit der freiheit
glaube
illusion der wissenden
realität
ersatzbefriedigung
lehre
verdachtlos
erkenntnis
konsumfunktion
wille
war suche
was bleibt
muss ich tragen
wo für das alles
gestern: sonne
morgen: enttäuschung
anders
macht angst
wir warten
weil es so ist
traurig
wie selbstbefriedigung
frieden
ist langeweile
ekstase
kollektive antwort
ich weiss nicht
was ich will
aber das genau
träume gelten
weil du nichts hast
licht gefangen
ist alles
freiheit
als ausgeliefertsein
ich verweigere genügsamkeit
glück
bleibt anonym
lass ihn sterben
vielleicht weiss er mehr
er will nicht klein leben
verkauf dich
für verständnis
zu viel erwartet
also
lügen wir den rest
freiwild
zu schön
um zu leben
tod
als bewusstwerden
egal
ehre
zählt mehr
angst stinkt
erde wartet
sehnsucht
nach unsicherem stolz
nackt
im lachen
futter
für ziervögel
türen zu
wir erinnern sie
als geschichte
zu schön
um es zu wissen
wahnsinn
kehrt zurück
licht
rinnt durch zerstörung
blicke
ausgetrocknet
zu schön
nur ein bisschen von drüben
sag
du kommst zurück
geh nicht
ohne uns
gestern
war gut für dich
deine haut
wärmt wind
bring mir sinnloses
erkenne ich dich wieder
du hast nichts gezeigt
abschied
genugtuung
gefrorenes licht
brennt
erzähl vom drüben
träume
zerbrechen bald
hat es dich gesehen
wirklichkeit
bleib
lass mich schlafen
komm zurück
geh nicht
es bleibt dabei
bleib bei deinem fach
damit illusion funktioniert
bleib bei deinem gesicht
damit wir uns nicht erkennen
bleib bei macht
damit wir glauben
bleib bei autorität
damit gerechtigkeit falsch bleibt
bleib produktiv
damit system läuft
bleib stimme
damit wir nicht hören
bleib nachricht
damit wir uns beruhigen
bleib lehre
damit denken begrenzt bleibt
bleib wissen
damit wir schuld tragen
bleib rolle
damit du funktionierst
bleib erde
damit identität bleibt
bleib gesetz
damit angst legitim ist
bleib vater
damit unsicherheit weiterlebt
bleib fantasie
damit wir lachen können
bleib ordnung
damit nichts sich ändert
für ruhe und ordnung
wer arbeitet
schweigt
wer angst hat
resigniert
wer sich fügt
ersetzt sich
wer vernunft benutzt
lügt konflikt weg
wer vergangenheit wiederholt
nennt es zukunft
wer funktion glaubt
nennt es gerechtigkeit
wer gehorcht
lebt weiter
wer sich einordnet
rechtfertigt sich
wer schweigt
nennt es charakter
wer freiheit fürchtet
versteht alles
wer kritik begräbt
nennt es frieden
wer gewalt nutzt
nennt es gerecht
wer verbietet
scheiterte selbst
wer vertritt
verweigert sich
wer idee reicht
bleibt stehen
wer müde ist
nennt es demokratie
wer wahrheit redet
meint nur sich
wer moral fordert
versteht nichts
wer unsicher ist
befiehlt
wer angst hat
nennt es recht
wer nimmt
nennt es wohl
wer gesetz braucht
kann nicht verzeihen
wer stur ist
nennt es dialog
wer lügt
nennt es ehrlich
wer faul ist
nennt es andersdenken
wer darf
verbietet
wer lacht
flieht
wer versteht
wenn es passt
wer ersetzt
nennt es heimat
wer sich anpasst
nennt es identität
wer schweigen will
nennt es ruhe
wer weiss
was gut ist für dich
wer ordnung wählt
ersetzt sich
wer konsum braucht
nennt es freiheit
wer schweigen kann
überlebt
und wer weiss
was sich gehört
sorgt dafür
dass alles bleibt